Was können Sie tun?


  • Sprechen Sie mit anderen Eltern in Ihrem Bekanntenkreis über die Situation Ihrer Kindertageseinrichtung.

  • Fordern Sie Ihre Lokal- und Landespolitiker dazu auf, mehr für die Bildung unserer Kinder zu tun.

  • Unterstützen Sie unsere Kampagne, indem Sie ein Schreiben mit den Forderungen an die Hessische Landesregierung senden. Eine Vorlage hierfür finden Sie hier.

  • Hier finden Sie auch weitergehende Informationen zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan, zur Position der Liga der Freien Wohlfahrtspflege und zu aktuellen Aktionen von Kindertageseinrichtungen.


Qualität in Kindertageseinrichtungen hat ihren Preis


1. Kinder brauchen verlässliche Beziehungen
Bindungs- und Beziehungsfähigkeit wächst in kleinen Gruppen am besten. Nur in einem solchen Rahmen kann das einzelne Kind in den Blick genommen und gefördert werden.



2. Erzieherinnen und Erzieher brauchen Zeit für Vor- und Nachbereitung
Für die Gespräche mit Lehrerinnen und Lehrern, mit Eltern, für die Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit in der Gruppe und für die Beobachtung
und Dokumentation brauchen Erzieherinnen und Erzieher kinderfreie Zeiten. Diese Arbeit darf nicht von der Zeit mit Kindern abgezogen werden.



3. Zusätzliche Management-Aufgaben erfordern Zeitressourcen
Das im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan beschriebene Aufgabenprofil von Leitungen der Kindertageseinrichtungen ist verbunden mit erhöhten Anforderungen an das Management. Diese Aufgaben betreffen insbesondere die Erziehungspartnerschaft mit Eltern sowie die Bereiche Vernetzung, Koordination
und Kooperation mit Schulen und sozialen Einrichtungen. Um dennoch die Betreuungsaufgaben erfüllen zu können, müssen entsprechende Freistellungskontingente für Leitungen geschaffen werden.



4. Fortbildung
Für jede Kindertageseinrichtung ist eine kontinuierliche Qualifizierung der Fachkräfte notwendig. Auch längerfristige Qualifizierungsmaßnahmen müssen möglich sein, ohne dass der Betrieb der Einrichtung darunter leidet. Das geht nur mit einer ausreichenden Personalausstattung.



5. Fachberatung
Kindertageseinrichtungen brauchen Fachberatung. Diese unterstützt die Kindertageseinrichtungen u. a. bei der Konzeptentwicklung, bei der Kooperation mit Schulen und sozialen Einrichtungen sowie bei der Qualitätsentwicklung. Allerdings kann der Ausbau dieses Fachberatungsnetzes nicht von den Kommunen oder den freien Trägern allein geleistet werden. Hier ist das Land Hessen aufgefordert, die Finanzierung sicherzustellen.



Qualität in Kindertageseinrichtungen hat ihren Preis
Wer mehr Bildungsqualität in hessischen Kindertageseinrichtungen fordert, muss die dafür notwendige Finanzierung sicherstellen. Die Rahmenbedingungen müssen in einem neu zu fassenden Gesetz für die Tageseinrichtungen für Kinder geregelt werden.


  • Die Anzahl der Fachkräfte muss sich am Lebensalter der betreuten Kinder und an den damit verbundenen Anforderungen orientieren. Dabei muss die Gruppenstärke verringert werden, wenn Kinder unter drei Jahren betreut werden. Grundsätzlich darf die Gruppenstärke 20 Kinder nicht übersteigen. Zwei Fachkräfte je Gruppe sind dabei unverzichtbar.
  • Festlegung zusätzlicher Zeit für Vor- und Nachbereitung in Höhe von 20% der für die Betreuung der Kinder vorgesehenen Fachkraftstunden
  • Zusätzliche Stunden in Höhe von 20% für Vertretung (Krankheit, Urlaub, Fortbildung)
  • Zusätzliche Stunden für Leitungsaufgaben
  • Ausbau und Finanzierung der Fachberatung